Auf dem Weg

durch den Dschungel der Gefühle

muss man wendig sein

                                                                                                                                                                        Durch Wesen

die von Licht leben und wachsen

behutsam laufen

                                                                                                                                                                        Die Machete

zerstückelte etwas in uns

ließen wir sie frei

In seinem neuen Buch gelingt es Peter Hoeg mit magischer Mythomanie weise Witzigkeit hervorzuzaubern.

Für mich war es ein großes Lesevergnügen. Dieses Buch werde ich neben seinem Buch: „Der Plan von der Abschaffung des Dunkels“, in die Kopfbibliothek meiner Lieblingsbücher einreihen. Das fröhliche Kind passt als Ausgleich neben jenem ernsten und wichtigen Buch.

 

 

Als Heim ich kam,

war ich nicht zuhause.

Der alte Griesgram im Spiegel

ist nicht ich.

Alzheimlich schwimme ich,

angel ein Stück

von dem Kind

mit den alten Augen.

Die Zeit fließt an mir vorbei.

Fremde suchen

als Archäologen

in verschütteter Stadt

Bruchstücke von mir.

Wenn sie sanft

mit würdevoller Geste

Erde wegstreichen,

finden sie auf Scherben

manchmal

ein Lächeln von mir.

Als wäre ich.

Ich!

Ihr verschollener

Mann, Vater, Opa oder gar alter Freund?

Der frühe herbstliche Septemberwind scheint den Sommer in Luft aufzulösen. Deshalb für mich eine schöne Erinnerung an ein Sommerfest:                                                                                                         

                                                                                                                                                                                        Die Schatten an der Wand

schnattern mit Gefühl

Körper im Gewühl

sind außer Rand und Band

                                                                                                                                                                                                    Wir tanzen ohne Gleis

schweben im Takt

bodenlos versackt

und Pi dreht sich im Kreis

Don Quichottes Albtraum

den Kopf vergraben im Federkissen

die Gedanken aufgeflogen

wirr im Albtraum hin und her gerissen

voller Grauen angezogen

doch bedroht von ehernen Scheusalen

drei Flügel teilen gar den Mond

Jungfrauen in wolkenfeuchten Qualen

sie schreien gänzlich ungewohnt

visionenverfolgt sieht er die Gefahr

bevor sie so groß ist wie ein Dom

nur er nimmt die böse Saat im Wind wahr

und steht immerdar unter Strom

PS Mögen wir Don Quichotte so gerne, weil wir uns selbst in unnötigen Kämpfen gegen harmlose Windmühlen wiederfinden? Oder ist er ein Trost in unseren alltäglichen Schattenkämpfen? 

Gaukler der Film- Musik und Sportindustrie sind die  angesagten Ritter und Helden. Ist Don Quichottes Irrtum auch unser Irrtum?

Leider träumte Don Quichotte nicht vom Plutonium, von dem einige Gramm, genau verteilt, ausreichen würden, die ganze Menscheit zu vergiften. Er wußte auch nichts davon, dass die Erde zu einem Versuchslabor der Gentechnik, mit ungewissen Ausgang, geworden ist. Er sah nicht in seinen dunklen Nächten die Klimakatastrophe, einer Flutwelle gleich, über die Erde rollen

 und so weiter?

 

 

Am Wochenende dachte ich, dass ich mal wieder im Freien, unter dem Sternenhimmel übernachten könnte.

Also packte ich einige Utensilien zusammen und ins Kajak.

Mein Mitfahrer, eine kleine Singdrossel wartete ungeduldig auf mich.

An einem ehemaligen kleinen Hafen hinter dem Deich, setzte ich ein.

Auf Bild Nr. 2 kann der aufmerksame Betrachter ein zugewachsenes Rechteck erkennen. Das war der Hafen.

( Hier ereigneten sich dubiose Begebenheiten. Deswegen wird er nicht mehr benutzt. Näheres kann man hier unter der Kategorie Mythoreales: „Das Geheimnis der Pfahlsitzer“, finden.)

Weil der Wind erst aus dem Osten wehte und danach völlig stillstand, kam das auflaufende Wasser sehr spät an. Ich nutzte ein kleines Rinnsal, um herauszufahren.

Von dieser Stelle aus erreicht man die Hamburger Hallig nur in halbkreisförmiger Fahrt. Man muss das Vorland und Buhnen, die manchmal kilometerweit ins Wasser ragen, umfahren.

Aber es hat sich gelohnt. Die Lichtverhältnisse waren besonders schön.

Als ich ankam, war es schon ziemlich dunkel. Deshalb konnte ich bei jeder Schwimmbewegung das glitzernde Meeresleuchten sehen.

Zwar schlief ich nicht lange, doch machte diese Unternehmung das Wochenende zu einem besonderen Kurzurlaub.

Freitagabend war ich bei dem ersten Konzert der Flensburger Hofkultur.

Macumbache spielte lateinamerikanische Rhythmen.  Die Musik passte gut zu dem Sommer und war zum abtanzen gut. Entsprechend entspannt war die Stimmung.

Wie man dem ersten Foto abgucken kann, war, als prominenter Gast, auch Münchhausen da. Er wurde aber nicht ans Mikro gelassen. Auf dem Rückweg bemerkte ich, in welchem Haus er aufgestiegen ist.